Lehrauftrag an der Technischen Universität München

Herr Thomas Fernkorn wird, wie in den letzten Jahren, im kommenden Sommersemester im Rahmen des Masterstudiengangs „Ingenieurvermessung“ am Lehrstuhl für Geodäsie (Prof. Dr. Thomas Wunderlich) die Vorlesung „Methoden und Kompetenz des Prüfsachverständigen für Vermessung“ halten. Vorgesehen sind 8 Doppelstunden einschließlich einer Exkursion und einer mündlichen Prüfung. Die Vorlesung wird mit 2 Credits bewertet.

Schwerpunkt der Vorlesung werden die Verfahrensarten und der baurechtliche Hintergrund sein. Darüber hinaus wird ein Ausblick auf die im Baurecht erfolgten Deregulierungen und Übertragung von Aufgaben auf den freien Beruf gegeben. Ziel der Vorlesung ist es, den Vermessungsingenieur mit dem rechtlichen und geistigen Rüstzeug auszustatten, um einfache Prüfsachverständigentätigkeit zu erfüllen.

Ausschnitt aus einem Lageplan

Die Einmessbescheinigung in Bayern

Die Einmessbescheinigung in Bayern ist innerhalb des bauaufsichtlichen Verfahrens der Nachweis, dass der geplante Neubau so errichtet wird wie genehmigt. Grundlage dafür ist der Art. 68 Abs. 6, Sätze 1 und 2 der BayBO (Bayerische Bauordnung). Diese schreiben vor, dass vor Baubeginn die Grundfläche und Höhenlage der baulichen Anlage abgesteckt sein und die Einhaltung auf Verlangen […]

Thomas Fernkorn Mitglied im VBI

Seit März 2015 ist der Firmeninhaber Dipl.-Ing.(Univ.) Thomas Fernkorn persönliches Mitglied beim Verband beratender Ingenieure VBI , Landesgruppe Bayern. Dieser Verband vertritt die am Bau beteiligten beratenden Ingenieure. Der VBI mit ca. 470 persönlichen Mitgliedschaften und ca. 4.500 Mitarbeitern stellt in der derzeitigen Vertreterversammlung der bayerischen Ingenieurekammer Bau die größte Fraktion. Als Vermessungsingenieur stärkt er die Gruppe der Geodäten innerhalb des VBI. Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit den anderen Fachgruppen, um so berufspolitische Ziele weiter voranzubringen.

Ausschnitt aus einem Lageplan

Warum Abstandsflächen wichtig sind

Vor Gebäuden sind Flächen freizuhalten, um den Erfordernissen nach Belüftung, Belichtung und den Belangen des Brandschutzes gerecht zu werden. So ist sinngemäß die Begründung des Art. 6, Abs. 1 BayBO zu verstehen. Dabei gilt das Grundprinzip, dass die Wandfläche senkrecht umgeklappt wird. Die sich daraus ergebende Abstandsfläche soll dann auf dem eigenen Grundstück vollständig zu liegen kommen (Art. 6, Abs. 2BayBO). In Verdichtungsräumen wie beispielsweise in München, Nürnberg oder Augsburg kann sich dies durchaus zu echten Herausforderungen für Architekten entwickeln, da die Grundstücke optimal ausgenützt werden müssen. Grundlage für Abstandsflächennachweise ist daher die präzise Kenntnis über den rechtlichen Grundstücksverlauf. Dazu gesellt sich noch die Information über die Höhenlage des Baugrundstückes, hängt doch die Tiefe einer Abstandsfläche in der Regel auch von dieser Höhenlage ab. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Spezialregelungen, angefangen von Dachneigungen, baurechtlichem Traufpunkt, untergeordneten Bauteilen, 16m-Privileg etc. Man kann unschwer erkennen, dass dieses Thema sehr schnell ein hohes Maß an Fachwissen erfordert. Als Prüfsachverständiger für Vermessung sammeln wir schon seit Jahren dieses Fachwissen an. Immer wieder unterstützen wir dabei Bauherren, verlässliche Nachweise dafür zu liefern mit der Folge, dass an dieser Stelle das Genehmigungsverfahren rasch durchlaufen kann. Dazu fertigen wir sogenannte Qualifizierte Lagepläne an, die die grundsätzliche Lage- und Höhenfestlegung des geplanten Neubaus darstellt.

Aber auch bei Bestandsgebäuden können in Vorbereitung zu Grundstücksteilungen Abstandsflächennachweise notwendig werden.

Der Gesetzgeber hat für den Fall, einer Überschreitung der Abstandsflächen die sogenannte Abstandsflächenübernahmeerklärung ermöglicht. Vorausgesetzt der Nachbar duldet diese Überschreitung, kann das unterzeichnete Formular dem Bauakt beigelegt werden, um das Bauvorhaben an dieser Stelle genehmigungsfähig zu machen. Dazu ist auch ein exakt vermasster Abstandsflächenplan zu fertigen. Diese Aufgabe setzt nicht nur vertiefte Kenntnisse im Abstandsflächenrecht voraus, sondern man benötigt auch profunde Qualifikation im Umgang mit dem Liegenschaftskataster. Diese Kompetenzen sind im Ingenieurbüro Fernkorn & Sohn vereinigt. Der Firmeninhaber, Thomas Fernkorn, hat seine Qualifikationen durch das zweite Staatsexamen und durch intensives Studium der gesetzlichen Rahmenbedingungen erworben. Das Know-How hat er seinen Mitarbeitern weitergereicht, so dass hier der Bauherr bestens beraten ist.

GPS-Referenzpunkt in Ottobrunn

Der geodätische Referenzpunkt ist ein Geschenk des Vermessungsbüros Fernkorn & Sohn an die Gemeinde und ihre Bürger anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums. Er wurde am 16. Oktober enthüllt und befindet sich direkt am Rathaus Ottobrunn. An dieser mit Satellitentechnik exakt vermessenen Markierung kann jedermann die Genauigkeit seines GPS-Geräts prüfen. In Bayern gibt es bisher 14 geodätische Referenzpunkte der Bayerischen Vermessungsverwaltung. Der Ottobrunner Referenzpunkt ist der erste im Landkreis München.

Wie Sie Ihr GPS-Gerät ab sofort in Ottobrunn überprüfen und noch weitere interessante Infos finden Sie in unserem Flyer.

 

 

Ausschnitt aus einem Lageplan

Sicherheit beim Neubau dank Baurechtsvermessung

Vor Baubeginn ist die Grundfläche des geplanten Neubaus abzustecken und die Höhenlage festzulegen (§68 Abs. 6 Satz 2 BAYBO). Diese Aufgabe erfordert nicht nur vermessungstechnischen Sachverstand, sondern auch profunde Kenntnisse im Katasterwesen. Dennoch ist diese Aufgabe als privatrechtlich zu sehen. Der Prüfsachverständige für Vermessung im Bauwesen (PSVV) bescheinigt dabei zusätzlich die Einhaltung bauaufsichtlicher Anforderungen und teilt dies gegenüber der unteren Bauaufsichtsbehörde mit. Diese Bescheinigung entfaltet gegenüber der Bauaufsichtsbehörde eine „materielle Legalitätsfiktion“. Die Bindungswirkung gegenüber der Bauaufsichtsbehörde kommt der einer Baugenehmigung gleich. Weiterlesen